Die Reziprozität von Vertrauen

Meine Untersuchungen zum Thema von „Vertrauen“ haben mich an eine Frage geführt, die sehr nahe liegt, bisher jedoch nicht erforscht wurde – bzw. dessen Ergebnisse ich nicht gefunden habe.

Ist Vertrauen reziprok?

Um es mit Gennerich zu sagen: A(B)=B(A)
Vertraut Person A der Person B in gleicher Intensität, wie andersherum? Wenn nein, warum nicht? Wenn nein, gibt es einen beziehungsbestimmenden Faktor, der die Reziprozität hemmt? Gibt es Settings, in denen die Gegenseitigkeit besonders hoch, in anderen besonders gering ist?

Mit diesen Fragestellungen meine ich nicht das Vertrauen als reziprok altruistisches Vertrauen, sondern die gegenseitige, skalara Bewertung in einer beliebigen Zweierbeziehung (z.B. Freund-Freund, Kollege-Führungskraft, Patient-Arzt).

Emmas Glück

Uneingeschränkte Kinoempfehlung:
Emmas Glück
mit Jürgen Vogel und Jördis Triebel

Viel gelacht, fast geweint. – Euthanasie kann so schön sein, wenn die tötende erlösende Hand von Liebe geführt wird. Dieser Film hat Stephie und mich be- und gerührt. Und mit uns die sehr gemischten Mitseher von 16 bis 60 im Apollo, das guterweise auf jegliche(!) Werbung vorab verzichtet hat und direkt zum Punkt gekommen ist.

Ich möchte den Inhalt des Films nicht vorwegenehmen und die Spannung für jene lassen, die ihn noch schauen wollen. Einen Witz aus dem Film mag ich jedoch zitieren:
Eine große dicke und eine kleine dicke Bäuerin gehen nach Hause und wollen den Weg über die nicht ganz ungefährliche Bullenweide abkürzen. Nach einer Weile bemerkt der Bulle die beiden, scharrt mit den Hufen und rennt los. Die kleine dicke nimmt die Beine in die Hand und rennt um ihr Leben. Sie ruft der Großen zu „Warum läufst Du nicht? Der Bulle kommt!“ – Die Große: „Lieber bekomme ich ein Kälbchen, als einen Herzinfarkt.“
Und im Schmunzeln ob dieses Witzes streicht die Klinge durch Max‘ Hals und er verblutet bei wachem Verstand an der Stelle im Garten, wo sonst die Schweine ihr Leben lassen. 10-9-8-7-6-5-4-3-2-1.

„Na siehst Du. Tat doch gar nicht so weh.“