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  • Kinotipp: Nach der Hochzeit

    Wer wulstige Augenbrauen, ausgeprägte Wangenknochen, weinende Menschen, vom Krebsschmerz gepeinigte, adipöse Dänen und indische Waisenkindern beim Fußballspielen sehen möchte, möge sich diesen Film ansehen.

    Nebst obigen Aspekten hat der Film aber auch noch weitere Gründe parat, ihn gut zu finden. Reingehtipp!

  • Deutscher Film mit sprachlicher Herausforderung

    Gestern Abend sahen wir den schönen deutschen Film «Wer früher stirbt, ist länger tot.». Die DVD hatte doch tatsächlich zwei Audio-Spuren: eine in Bayrisch (Dolby-Surround) und eine in Bayrisch (Stereo). Wenn schon kein Wort verstehen, dann wenigstens in Dolby Surround dachten wir uns – aber, siehe da – man konnte sich nach wenigen Minuten so gut reinhören, dass das Verstehen zum Ende des Films hin gar keine große Herausforderung mehr war.

    Kurzfazit zum Film: Schöne Komödie mit einem schönen roten Faden, einem süßen kleinen Jungen in der Hauptrolle und vielen Toten. Sehr farbenfroh und kreativ umgesetzt, für einen deutschen Film (ausnahmsweise mal) gute Special-Effects und ein Happy-End.
    Was will man mehr an einem Sonntagabend?

  • Emmas Glück

    Uneingeschränkte Kinoempfehlung:
    Emmas Glück
    mit Jürgen Vogel und Jördis Triebel

    Viel gelacht, fast geweint. – Euthanasie kann so schön sein, wenn die tötende erlösende Hand von Liebe geführt wird. Dieser Film hat Stephie und mich be- und gerührt. Und mit uns die sehr gemischten Mitseher von 16 bis 60 im Apollo, das guterweise auf jegliche(!) Werbung vorab verzichtet hat und direkt zum Punkt gekommen ist.

    Ich möchte den Inhalt des Films nicht vorwegenehmen und die Spannung für jene lassen, die ihn noch schauen wollen. Einen Witz aus dem Film mag ich jedoch zitieren:
    Eine große dicke und eine kleine dicke Bäuerin gehen nach Hause und wollen den Weg über die nicht ganz ungefährliche Bullenweide abkürzen. Nach einer Weile bemerkt der Bulle die beiden, scharrt mit den Hufen und rennt los. Die kleine dicke nimmt die Beine in die Hand und rennt um ihr Leben. Sie ruft der Großen zu „Warum läufst Du nicht? Der Bulle kommt!“ – Die Große: „Lieber bekomme ich ein Kälbchen, als einen Herzinfarkt.“
    Und im Schmunzeln ob dieses Witzes streicht die Klinge durch Max‘ Hals und er verblutet bei wachem Verstand an der Stelle im Garten, wo sonst die Schweine ihr Leben lassen. 10-9-8-7-6-5-4-3-2-1.

    „Na siehst Du. Tat doch gar nicht so weh.“

  • Jule, die assoziale Blondine

    Jule hat ihren Spitznamen nach ihrem Kuschltier, einem grünen Krokodil: Kroko. Kroko ist blond, zu cool für Ihre Umgebung und hin und wieder auch deviant.

    Ihrer Devianz verdankt sie eine größere Portion Sozialstunden in einer WG für „Spastis“. Erst noch wiederwillig erkennt Sie nach und nach, dass diese WG für sie ein Ort der Geborgenheit ist und ihre Assiclique doch nicht so „fresh“, wie es zunächst erscheint.

    Franziska Jünger zeigt in ihrem Filmdebüt, wie hübsch und emotionslos man zugleich sein kann. Prima deutscher Film ohne Polka und Staub. Anschauen!

    Zur Internetseite von Kroko
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