Das ist die Lösung: uvagre Q.F. (Mein erster Geocache)

Geocaching – davon hatte ich schon gehört. Nicht zuletzt durch das Buch von Bernhard Hoëcker „Aufzeichnungen eines Schnitzeljägers – Mit Geocaching zurück zur Natur“. Sonntag nutzten wir das phantastische Wetter im Ländle und mein Garmin-GPS, um die für mich erste Geocaching-Expedition zu machen. Festes Schuhwerk war angesagt, denn der Zielort versprach laut Beschreibung, unwegsam zu werden.

Nun aber erstmal eine kurze Erklärung zum Geocaching, damit die Stirnrunzler mit dem Stirnrunzeln aufhören können. Geocaching ist eine moderne Schnitzeljagd, bei der es darum geht, den sogenannten Cache zu finden. Dies ist meist eine wasserdichte Dose, in der ein Gegenstand liegt. Sobald man den Cache gefunden hat, ist es Brauch, den alten Gegenstand herauszunehmen und einen neuen hereinzulegen, den man dazu mitgebracht hat. Dieser Gegenstand ist ein symbolischer Schatz und in der Regel Kleinkram, Nippes – oder wie der Öcher sagen würde – „Stell-im-Weg“. Beim Finden des Caches hilft ein mobiles GPS-Gerät. Die Art der unterschiedlichen Geocaches könnte unterschiedlicher kaum sein: von sehr kurz bis über mehrere Tage lang, vom einfachen Auffinden an einer bestimmten Koordinate bis zum Lösen von Rechenaufgaben, um an die Zielkoordinate zu kommen gibt es alles mögliche. Caches, bei denen man verschiedene Etappen abarbeiten muss, um zum letzten Ziel zu kommen, nennen sich Multicaches. Genug erklärt?

Die Beschreibung unseres Caches bestand fast nur aus einer Einstiegskoordinate in einen vergessenen Weg, der nur noch auf sehr alten Wanderkarten Stuttgarts eingezeichnet ist und nicht mehr gepflegt wird. Demnach war er überwachsen oder es lagen umgefallene Bäume quer im Weg, die überstiegen werden wollten. Etwas tiefer im Wald stießen wir auf einen Bachlauf, auf dessen Niveau wir bleiben sollten. Zum Glück hatten wir alle unsere wetterfesten Stiefel an; bei dieser Gelegenheit konnte ich direkt meine Stiefel richtig einweihen, die ich schon für die Mongolei kaufte. Ohne diese Stiefel hätten wir den Cache kaum heben können, denn zwischenzeitlich steckten wir fast Knöcheltief im Schlamm. Es dauerte etwas bis Heidrun unter einem großen Stein versteckt den großen weißen Joghurt-Becher entdeckte. Nippes raus, Nippes rein, Eintrag ins Logbuch, das ebenfalls im Cache lag und das war er: mein erster erfolgreicher Geocache.

Mein Fazit: Mir hat es sehe viel Spaß gemacht. Es hat etwas von Schnitzeljagd und geführtem Wanderausflug. Aber es ist sicherlich nur etwas für Leute, die gerne an der frischen Luft sind, sich evtl. auch mal schmutzig machen möchten und ein gewisses Maß an Frustrationstoleranz haben, denn die Caches muss man mitunter einige Zeit suchen.

Ein Gedanke zu „Das ist die Lösung: uvagre Q.F. (Mein erster Geocache)“

  1. Hey Jörg,
    das kenne ich unter Letterbox! Das haben wir letztes Jahr zu Ostern mit der Family im Schwabenland gemacht. Sehr originell! Macht Spaß!
    Ich freue mich aufs WE!!! 🙂
    Schöne Grüße, Sandra

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