Autor: joergalbrecht

  • Typo Erosion

    Welch Schauer fährt mir über den Rücken, wenn ich schlecht oder komplett falsch geschriebene Beschriftungen an Gebäuden, Türen usw. sehe. Etwas verzeihlicher finde ich es, wenn Beschriftungen aufgrund von schlechtem Material oder Vandalismus verändert werden, sozusagen also erodieren. Heute sah ich eine besonders schöne Erosion am Hintereingang einer Großküche:

    Eintritt nur für Kuchenpersonal.

    Also wenn schon Personal, dann schon ditte, bitte! 😉

    (Fast so schön wie: „Mindesthaltbarkeitsdatum siehe Dackelprägung“. Wuff!)

  • Wohnungseinrichtungsklassifikation

    Eine Frage, die mich heute umtreibt, ist folgende:

    Wohnungen, deren Einrichtung und Dekoration auf das Notwendigste reduziert sind, würde man mit „puristisch“ attributieren. Wenn diese Wohnungen dann auch noch chic sind, evtl. neudeutsch mit „loungig“.

    Was ist jedoch mit Wohnungen, die das genaue Gegenteil sind und jeder Quadratzentimeter mit irgendetwas (der Aachener würde evtl. das Wort „Stellimweg“ benutzen) vollgestellt ist? Überall Blümchen, Figürchen, Lämpchen, Deckchen, Kerzchen, Bildchen, Kästchen… Wie nennt sich das?

    Honey: My home is my castle – but your home is my horror.

  • Bremsbacke

    So sieht es aus, wenn man materialschonend* nicht die Bremsen benutzt, sondern das Fahrrad mit dem Gesicht (und den Armen und Knien) zu bremsen versucht.

    Zur Qualität meiner Klickpedale sei hier angemerkt, dass diese so gut hielten, dass sogar nach dem Sturz die freundlich helfenden Passanten** Mühe hatten, meine Füße vom Fahrrad zu bekommen. Da ich ja schnurstracks nach vorne geflogen bin, haben die Pedale bauartbedingt nicht ausgelöst und das Fahrrad brav hinter mir herfliegen lassen.

    Das Kompliment des Tages kam heute von der hübschen Röntgenschwester: „Du hast eine schöne Patella!“ – Danke, Schwester. Zum Glück ist sie aber nicht nur schön, sondern auch noch vollständig. Schwein gehabt!


    * Von wegen „materialschonend“: Laufrad vorne, Lenker, Sattel, Hose und Lack im Sack.
    ** Von wegen „Passanten“: einige davon waren Tangenten.

  • JÖRGSTARS

    Hiermit schwöre ich hoch und heilig, dass ich bei meinem nächsten Auftritt bei POPSTARS keinen BH unter meinem Neckholder-Top tragen werde. Word!

  • ECER 2006 Genf

    Wieder einen Schritt weiter:
    Alja und ich haben erfolgreich unser Poster mit dem Titel „The Impact of Trust on Compliance and Commitment“ auf der diesjährigen ECER-Conference in Genf präsentiert.

    Eine Online-Version des Posters wird in Kürze hier bzw. unter der Rubrik Promotion verfügbar sein.

  • Genf

    Die Nähe zu Frankreich tut Genf nicht gut.“ – Patrick Schwind

    Genf ist (k)eine Reise wert. Die Lufthansa katapultiert mich freundlich und mit einem Brötchen im Mund in nicht einmal zwei Schulstunden in die südliche Ecke der Schweiz. Die französische Schweiz wohlbemerkt. Nach der Landung in der winzigen Maschine, die sich von einer Sardinendose nur durch die angebrachten Turbinen und die Tatsache unterschied, dass der Innenraum nicht mit Tomatensauce oder Öl gefüllt war, ließen wir uns über endlose Laufbänder zum Ausgang bringen. Hier erst wurde mir gewahr, dass ich mit meinen mitgebrachten Euros nicht viel anfangen können würde. Die Schweizer haben ja immer noch ihren Franken. Merde! Wogegen wehrt sich dieser strandlose Bergstaat denn noch? Keine EU, kein Schengen, kein Euro. Was kommt denn noch?

  • Abstinenz

    Liebes Tagebuch,

    bitte entschuldige meine momentane Stille. Es gibt so viel zu tun, was sich zwar zu tun, nicht jedoch darüber zu schreiben lohnte. Ab morgen entschwinde ich für ein paar Tage nach Genf. Wenn ich wieder da bin, melde ich mich. Dann auch wieder ausführlicher.

    Heiliges Indianer-Ehrenwort.

  • Zitat der Woche

    Mein persönliches Lieblingszitat der Woche lautet hiermit offiziell:

    Man muss sich damit abfinden, dass man manchmal die Taube und manchmal das Denkmal ist.*

    * geklaut von Stephie

  • Die Reziprozität von Vertrauen

    Meine Untersuchungen zum Thema von „Vertrauen“ haben mich an eine Frage geführt, die sehr nahe liegt, bisher jedoch nicht erforscht wurde – bzw. dessen Ergebnisse ich nicht gefunden habe.

    Ist Vertrauen reziprok?

    Um es mit Gennerich zu sagen: A(B)=B(A)
    Vertraut Person A der Person B in gleicher Intensität, wie andersherum? Wenn nein, warum nicht? Wenn nein, gibt es einen beziehungsbestimmenden Faktor, der die Reziprozität hemmt? Gibt es Settings, in denen die Gegenseitigkeit besonders hoch, in anderen besonders gering ist?

    Mit diesen Fragestellungen meine ich nicht das Vertrauen als reziprok altruistisches Vertrauen, sondern die gegenseitige, skalara Bewertung in einer beliebigen Zweierbeziehung (z.B. Freund-Freund, Kollege-Führungskraft, Patient-Arzt).

  • Emmas Glück

    Uneingeschränkte Kinoempfehlung:
    Emmas Glück
    mit Jürgen Vogel und Jördis Triebel

    Viel gelacht, fast geweint. – Euthanasie kann so schön sein, wenn die tötende erlösende Hand von Liebe geführt wird. Dieser Film hat Stephie und mich be- und gerührt. Und mit uns die sehr gemischten Mitseher von 16 bis 60 im Apollo, das guterweise auf jegliche(!) Werbung vorab verzichtet hat und direkt zum Punkt gekommen ist.

    Ich möchte den Inhalt des Films nicht vorwegenehmen und die Spannung für jene lassen, die ihn noch schauen wollen. Einen Witz aus dem Film mag ich jedoch zitieren:
    Eine große dicke und eine kleine dicke Bäuerin gehen nach Hause und wollen den Weg über die nicht ganz ungefährliche Bullenweide abkürzen. Nach einer Weile bemerkt der Bulle die beiden, scharrt mit den Hufen und rennt los. Die kleine dicke nimmt die Beine in die Hand und rennt um ihr Leben. Sie ruft der Großen zu „Warum läufst Du nicht? Der Bulle kommt!“ – Die Große: „Lieber bekomme ich ein Kälbchen, als einen Herzinfarkt.“
    Und im Schmunzeln ob dieses Witzes streicht die Klinge durch Max‘ Hals und er verblutet bei wachem Verstand an der Stelle im Garten, wo sonst die Schweine ihr Leben lassen. 10-9-8-7-6-5-4-3-2-1.

    „Na siehst Du. Tat doch gar nicht so weh.“