Autor: joergalbrecht

  • Habi… was?

    Der Habitus ergibt sich aus dem Habitare eines Habitanten in einem Habitat.

    (Laucken 2001: 109)

    Danke, Herr Laucken, Sie haben mir sehr weitergeholfen 😉

  • Kürzliche Lehren

    Sobald bei mir das lebenslange Lernen aufhört, möge bitte ein geladener Revolver zur Hand sein. Denn dann wird es langweilig. Und mit Langeweile ist nicht gut Kirschen essen.

    In den vergangenen Tagen hatte das Leben zum Glück noch hilfreiche Lehrstücke zu folgenden Themen für mich:

    • In seine eigene Wohnung einbrechen ist schwerer als erwartet.
    • Besuch von alten Freunden aus der Heimat kann etwas sehr tolles sein.
    • Schwangere thailändische Au-Pair-Mädchen heiratet man als Deutscher am unkompliziertesten in Dänemarkt. Aus Liebe und aus Versicherungsgründen.
    • Sogar eine hochentwickelte Industrienation wie Deutschland schafft es, eine Wasserknappheit beim Discounter zu entwickeln.
    • Schlimmer als Wasserknappheit ist Speiseeisknappheit. Zumindest bei DEM Wetter.
    • Der Auf-die-Schnauze-Fall-Faktor bei den ersten persönlichen Kontakten mit Klickpedalfahrradschuhen wird zwar nicht unterschätzt, ist nun aber für mich deutlich nachvollziehbarer.
    • Cineastisch: Flirtige Treffen als ü30er Fotograf mit vierzehnjährigen Mädchen kann unerwartet erst zu appen Hoden und dann zum Tode führen. (Hard Candy)
    • Bei Heimweh hilft Rosinenstuten mit Gouda.
    • Es ist keine gute Idee, sich in beste Freunde/Freundinnen zu verlieben. Vermeidbar ist es jedoch auch nicht.
  • Transpersonales Vertrauen nach Belschner und Gennerich

    Bei den Recherchen für meine Promotion bin ich vor einiger Zeit auf den Begriff des transpersonalen Vertrauens gestoßen, der von Carsten Gennerich in seinem Buch „Vertrauen – ein beziehungsanalytisches Modell“ in eine Reihe mit Systemvertrauen und Individualvertrauen (personales Vertrauen) gestellt wird.
    Kürzlich bin ich auf die Skala Transpersonales Vertrauen (TPV) von Wilfried Belschner gestoßen und war zunächst froh, dass es zu dieser Art von Vertrauen bereits einen validierten Fragebogen gibt.

    Nach einiger Überlegung bin ich jedoch dazu gekommen, dass es sich bei dem Terminus um ein „Teekesselchen“ handelt: zwei verschiedene Bedeutungen und Verwendungen verstecken sich hinter dem gleichen Begriff. Während Belschner einen „transzendentalen“ Hintergrund hat und den Menschen als Teil des Kosmos sieht, meint Gennerich die Transparenz einer Person, durch die die soziale Rolle in manchen Situationen hindurchschimmert. Er sieht den Menschen also im Kontext der Gesellschaft.

    Liege ich mit meiner Meinung richtig? Oder übersehe ich, dass beide Autoren eigentlich das Gleiche meinen?

  • Neulich auf der Datenautobahn

    Er:

    why do i permanantly think that you dont like me?

    Sie:

    because i don’t

    Er:

    why not?

    Sie:

    because you are weird

    Manchmal stellt man einfach zu viele Fragen, oder? 😉

  • Sei Du selbst.

    „Ach Uwe!“ seufzt Melanie, als die beiden abends gemeinsam im Bett liegen und noch ein wenig Unterhaltungsliteratur schmökern. „Ich liebe Dich so, wie Du bist.“ – „Oh vielen Dank. Ich liebe Dich auch, mein Schatz.“ erwiedert Uwe, der etwas verlegen von seinem Eifel-Krimi aufschaut. „Ich würde dich aber noch mehr lieben, wenn du endlich damit anfangen würdest etwas mehr so zu sein, wie ich mir das eigentlich vorstelle. Kannst du nicht ab und an etwas weniger du sein?“

    „Melanie! Wenn ich weniger ich, dafür aber mehr du wäre, dann hätten wir zwei du und kein ich mehr und damit ein wir weniger. Willst Du das eintauschen?“

  • Tschechische Zungenbrecher

    Nachdem ich die Welt schon mit einer Sammlung tschechischer Sprichwörter bereichert habe, möchte ich nun noch tschechische Zungenbrecher ergänzen. Deutsche Zungenbrecher stellen ja schon für deutsche Muttersprachler ein Problem dar, tschechische Sprichwörter werden aber dank der Laute, die es im Deutschen einfach nicht gibt (z.B. das r mit Haken), zu einer Konzentrationsübung 😉 Die Satzaussagen sind wie auch bei anderssprachigen Zungenbrechern eher nachrangig…

    Allen Voran mein Liebslingssatz, der gänzlich ohne Vokale auskommt:

    Strč prst skrz krk.

    (Steck den Finger in den Hals.)

    „Fischers Fritze“ auf Tschechisch:

    Petr Fletr pletl svetr. Pletl Petr Fletr svetr? Svetr pletl Petr Fletr.

    (Peter Fleter strickte einen Pulli. Strickte Peter Fleter einen Pulli? Einen Pulli strickte Peter Fleter.)

    Noch einen passenden zur Sommerzeit:

    Zalyžařivšísi lyžař potkal nezalyžařivšísi lyžařku.

    (Ein Skifahren gewesener Skifahrer traf eine nicht Skifahren gewesene Skifahrerin.)

    Wer kennt noch andere Zungenbrecher? Dann bitte mit deutscher Übersetzung ergänzen! 😉

  • Inselmensch

    In About a Boy bezeichnet sich Hugh Grant als Insel. Genaugenommen als Ibiza.

    Ich glaube, dass ich auch eine Insel bin. Naja. Eine Halbinsel vielleicht. Nur welche Insel wäre ich dann?

  • Gedanken zum Wochenende

    Seit gestern wissen wir, dass Klinsmann doch nicht so ein Vollidiot ist, wie es die Bild-Zeitung so lange erscheinen lassen wollte. Deutschland ist wieder eine Runde weiter bei der Fußball-Olympiade. Fußball mit eszett. So wie die Schnitten. Nicht so wie die WM. Wem ists aufgefallen? Die WM schreibt sich mit Doppel-S. Warum? Weil die FIFA nicht in Deutschland, sondern in der Schweiz sitzt. Und die Schweiz hat die Ligatur ß abgeschafft und durchgehend durch ein ss ersetzt.

    Total Irre: Heute kam mein Deutschland-Trikot per Post. Genaugenommen kam es WIEDER per Post. Aber die erste Lieferung musste durfte ich an die hübsche Stephie verschenken, weil mir – egal wie ich den Bauch auch einzog – die Konfektionsgröße XS nicht passt. Nun können Stephie und ich uns freuen und beim nächsten Deutschland-Spiel gute Fans sein.

    Diese Woche gelernt: Es gibt nicht nur eine Zeit. Es gibt „unsere“, die Chronoszeit. Benannt nach so einem Burschen, der damals mit Zeus und Konsorten auf dem Olymp rumgehangen hat. Der hatte aber noch einen Kumpel, der irgendwie in Vergessenheit geraten ist. Der hieß Kairos und war der jüngste Sohn von Zeus. Und dieser Kairos hatte auch eine Art von Zeit, die man aber nicht auf einer Uhr ablesen konnte, also nicht quantifizierbar war. Sein Zeitbegriff war mit Güte, mit Qualität verbunden. Kairos und Kronos sind also bezogen auf Zeit Begriffe für Qualität und Quantität. Wer wusste das? – Ich bisher noch nicht!

    Jazzmäßig neu entdeckt: Lalo Schifrin und Sergio Mendes. Altes, aber geiles Zeug!