Mumien als Druckmedium und Brennstoff

An dieser Stelle zitiere ich aus der Brand Eins, Ausgabe November 2005:
„1855 hatte der US-Geologe Isaiah Deck eine tolle Idee: Wie wäre es, wenn man Zeitungspapier fortan aus ägyptischen Mumien herstellte? Damals wurde Papier noch aus alter Baumwolle und Leinenkleidung produziert, die USA importierte Altkleider aus etwa 20 Ländern, aber dank der steigenden Zeitungsauflagen stiegen auch die Preise der Textilien enorm. Deck war in Ägypten bei der Suche nach den Smaragdminen von Cleopatra auf ein Mumienfeld gestoßen und hatte festgestellt, dass Mumienleinen eine sehr feine Textur hat, also rechnete er ein wenig: Ging man davon aus, dass das Einbalsamieren 2000 Jahre verbreitet war, die Lebenserwartung 33 Jahre betrug und es in Ägypten eine Bevölkerung von acht Millionen Menschen gab, lagen 500 Millionen Mumien im ägyptischen Sand. Die musste man nur ausgraben und in die USA bringen, riesige Schiffe mit verrotteten Leichen, die zu Matsch verarbeitet werden, um darauf Nachrichten zu drucken, die am nächsten Tag überholt sind. Super! Und was heißt schon Pietät: Die erst ägyptische Eisenbahn, die zu jener Zeit zwischen Kairo und Alexandria in Betrieb genommen wurde, wurde mangels Holz oder Kohle die ersten zehn Jahre ausschließlich mit zu handlichen Klaftern zerlegten Mumien angetrieben.“
– Den kompletten Artikel kann man hier nachlesen.

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