Kategorie: Allgemein

  • Dramatischer Appetit

    Es war eine kleine Überraschung, dass wir die beiden jungen Männer kennenlernten. Nach einem Abendessen in Bozen (IT) landete ein Flyer auf unseren Tisch, der für ein literarisches Theater warb. Vorgeführt von VADA – Verein zur Anregung des Dramatischen Appetits e.V. Vorgeführt wurde ein Stück, dass aus Textpassagen des Berliner Autos Paul Scheerbart zusammengesampelt wurde.

    Es war anregend, lustig, skurril. Insgesamt gut und gelungen. Und auch inhaltlich prima war der Kern der Theaterkombo: das vadaistische Manifest.

    Mehr dazu unter http://vada.twoday.net/ und http://www.vada.cc.

  • Sterben europäisch

    Es war in irgendeinem englischsprachigen Audio-Podcast, in dem ich diesen Spruch vor einigen Tagen aufschnappte und schmunzeln musste:

    Im Himmel ist der Humor englisch, die Liebe französisch und die Technik deutsch.

    In der Hölle ist der Humor deutsch, die Liebe englisch und die Technik französisch.

  • Gesellschafter=Staatsbürger?

    Nach einer Diskussion mit Thomas über die Komplexität von Steuererklärungen habe ich einen Text ausgegraben, den ich vor einigen Monaten geschrieben, dann aber nicht veröffentlicht habe. Vielleicht stimmt mir ja jemand zu… Hier ist er nun:

    Bereits heute wird öffentlich über die Wahlstrategien der nächsten Bundestagswahl nachgedacht, obwohl die Legislaturperiode erst Halbzeit hat. Heißer Themenkandidat ist – wie in scheinbar jedem Wahlkampf – die Steuerpolitik. Aber anstatt die entspanntere Finanzlage in Deutschland zu nutzen, ein altes Wahlversprechen der Realität näher zu rücken, damit eine Steuererklärung endlich auf einem Bierdeckel Platz findet, wird wieder um Prozente gefeilscht und über neue Regelungen diskutiert, die das Steuersystem angeblich noch gerechter machen. Dabei jedoch auch immer komplizierter. So kompliziert, dass nicht nur der Bürger resigniert, sondern auch Steuerbeamte selbst den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen. Wie soll man als Bürger einem System vertrauen und dieses System als gerecht empfinden, dessen Zusammenhänge man nicht versteht und das selbst Experten überfordert? (mehr …)

  • Wer fragt, der führt.

    Sie hieß Jasmin, wird morgen 18 und hatte in der letzten Zeit viel Stress, weil Sie zuhause ausgezogen ist, sich ummelden musste und eine neue Ausbildung zur Integrationsfachkraft angefangen hat. Eine Ausbildung, in der man zwar viel lernt, aber zwischendurch auch mal „so blöde Sachen machen muss“ – telefonieren z.B. Außerdem war Sie sehr verwundert, dass ich sie geografisch recht schnell einzuordnen wusste und zugab: „Ja, ich wohne in Oldenbourg.“ Mich verwunderte eher, dass sie selbst kein Handy hat, denn…

    Über dem ganzen Plausch hat sie leider vergessen, was Sie eigentlich wollte, als sie mich anrief: per Kaltakquise einen neuen Handyvertrag von Mogelcom andrehen nämlich. Ich habe wohl offensichtlich einfach zu viele Fragen gestellt. 🙂

    Dieses Telefonat ist meine persönliche Weiterentwicklung vom „Gegenscript„. Meine Einstiegsfrage werde ich ab jetzt aber beibehalten: „Würden Sie sich selbst für das interessieren, wenn ich Sie anrufen würde und Ihnen genau das erzählen würde, was Sie mir jetzt gleich erzählen wollen?“

  • Gute Botschaft

    Heute hatte das Märzwetter schon April. Wir saßen drinnen in dem kleinen Laden, an dessen große Fensterscheiben der Hagel klopfte. Drinnen war es urig, gemütlich und unheimlich nett. Zu Essen gab es Bagel mit Ei und dick und drall belegte Stullen, dazu gab Kaffee ohne blöde Fragen*, ohne Karamellkeks in Zellophan, dafür aber mit einem unkomplizierten Löffelbiscuit. Die anderen Gäste waren nett und offenmütig. Mit Kind, Hund und Hunger. Und dann kam ein Satz aus dem Ecke, in dem zwischendurch die sympathische Chefin saß. Der Satz klang nicht gelogen und sprach aus so manchem Herzen: „Ich glaube, wir sind glücklicher als viele Leute, die deutlich mehr Geld verdienen. Geld macht nicht glücklich. Und vor allem macht es auch keinen besseren Menschen aus Dir.“

    Glücklich machte aber der Kuchen, den wir als Dessert bekamen: Ein Käsekuchen „von Mama“ und ein Apfel-Zimt-Kuchen. Danke – das war echt schön bei Euch!

    Nachahmens- und wiederholenswert: Botschaft-Mitte, Tußmannstraße 5, Düsseldorf-Derendorf

    * Hier trinken oder To-Go? Tall, Grande oder Venti? Mit Milch? Fettarm oder normal? Die fettarme Milch warm oder kalt? Zucker, Süßstoff oder einfach so?  Bar oder Karte?

  • Meine kabarettistische Neuentdeckung: Hagen Rether

    Ruhig, ziemlich fundiert und richtig böse.

  • WDR 5 Literaturmarathon 2008

    WDR5 Literaturmarathon 2008

    Impression ohne Worte aber mit Dank an Conny und David.

  • Erfolgreiche Phœnix-Preisverleihung

    Heute Mittag um 12 im Spiegelsaal des Theater Aachen: die Preisverleihung und Urkundenübergabe der Phœnix-Malaktion 2007.
    Ein voller Erfolg in toller Location!

    Die Bilder werden noch bis Ende März im Spiegelsaal ausgestellt. Gleichzeitig sind sie auch auf der Phœnix-Homepage anzuschauen.

  • Winterzelten 2008

    Das war ein ganz großes Wochenende beim Winterzelten in Westernohe. Danke dafür!

    Westernohe 2008

    v.l.n.r.: Andreas, Olaf, Alex, Jörg, Nati, Thomas, Lutz, Mareike, Deniz, Klaus, Doro, Melanie Mirjam, Malte, Christiane, Simon