Bei modernen Geräten, welche Hilfsmaterialien verbrauchen, gibt es eine Evolution. Konkrete Beispiele wären hier z.B. Kaffeeautomaten, Drucker oder Autos. (mehr …)
Kategorie: Allgemein
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Vorfreude ist die schönste Freude!
Leute, Leute, Leute. War das nicht heute wieder ein feines Wetterchen?
Wenn das die Folgen der Erderwärmung sind, muss ich mir Mühe geben, das schlecht zu finden. Beim Joggen frische Briese, blauer Himmel, grüne Äcker. Zum Eierlegen!Und morgen Abend geht es noch schöner weiter: Benevolent-Konzert in Grevenbroich mit drei tollen Mitmenschen. Falls noch jemand mitkommen möchte: Es sind noch Mitfahrgelegenheiten aus Aachen, Köln und Düsseldorf vorhanden.
Heute vergesse ich mal wieder nicht, dankbar zu sein. Danke Wetter, danke Menschen.
Nachtrag: toll war heute auch der tschechische Kinofilm „Leergut“. Wer gute Schauspielerei und eine wunderbare Geschichte sehen möchte, dem empfehle ich diesen Film sehr.
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Vom Schweigen
Nicht zuletzt der Kommunikationswissenschaftler in mir treibt mich zum kontinuierlichen Medienkonsum. Sicherlich bin ich als „Heavy User“ zu bezeichnen, was die Nutzung der verschiedenstens Medien angeht. Im Bad höre ich WDR5, beim Joggen die unterschiedlichsten Podcasts, mir bisher unbekante Zeitschriften blättere ich mindestens durch und im Fernsehen bemühe ich mich zumindest jedes neue Format einmal anzuschauen. Zudem würde ich mich freuen, wenn das Programmkino um die Ecke irgendwas sinnvolles mit meiner Payback-Karte anfangen könnte.
Was das Fernsehen angeht, fallen mir derzeit wenig postive Aspekte ein. Die Zunahme an Sendeplätzen und somit Sendezeit bei gleichbleibendem Vorhandensein von nennenswerten Inhalten erzeugt vielfach inhaltiche Leeren. Das Fernsehen hat es geschafft, Belanglosigkeiten und Alltäglichkeiten derart zu überschminken, dass wir nun nicht nur Menschen beim Leben in einem Kontainer, beim Renovieren einer Doppelgarage oder beim Kochen zuschauen können. Es gibt sogar Sendungen, in denen eine halbe Stunde lang geputzt und aufgeräumt wird. Dazu passend: „Was ist langweiliger als angeln? – Beim Angeln zusehen.“ Hiermit biete ich mich an, mich beim Autowaschen filmen zu lassen! Oder beim Rasenmähen. Oder Nägelschneiden.
Heute habe ich im Fernsehen ein neues Format einer Kochsendung entdeckt, was mich spontan begeisterte und was gut zu dem Artikel „Vom Schweigen“ passt, den ich im katholischen Magazin „Theo“ las*, dass ich einem Obdachlosen in Düsseldorf abkaufte. Die Sendung auf 3sat heißt Silent Cooking. Und der Titel hält sein Versprechen: hier wird gekocht. Und zwar still. Niemand redet, niemand kommentiert. Die nötigsten Informationen werden in schnörkellosen Infoboxen eingeblendet. „Weißbrot rösten“. Kein Gequatsche. Nur ein bißchen laue Musik dazu. Und die ist so gut, dass man sie sogar kaufen kann. Ich finde es prima. Und gleichzeitig weiß ich, dass diese Sendung niemals einen besseren Sendeplatz bekommen wird. Weil Talk, Titten und Traraa bessere Quoten bringt, als ein unrasierter Koch mit Dreadlocks, der Pansen mit Sellerie anbrät.
*Und weil mir der Artikel in Theo so gut gefallen hat, hier noch ein prima Zitat von Kierkegaard: „Wenn ich Arzt wäre und man mich fragte: Was rätst du? – ich würde antworten: schaffe Schweigen.„
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Wartende Kunden
Früher, als ich noch klein war, ging ich gerne zur Post. Da saß ein Mann mit einer dicken Brille hinter dem Schalter und kannte meinen Namen. Es gab – wenn überhaupt – nur kurze Warteschlangen. Der nette Mann hatte alles, was ich früher brauchte. Sogar schöne Briefmarken zum Briefe verschicken oder sammeln. Und er war auch nicht böse, wenn ich mit meinem Sparschwein kam, in dem fast nur rotes und grünes Münzgeld drin war, um es auf mein Postsparkonto einzuzahlen.
Heute hatte ich die A730. Die A-Karte, sozusagen. So wie geschätzte 729 andere Menschen heute schon vor mir. Diese Karte bekomme ich nun, wenn ich zur Post gehe. Hups, Falsch! Richtig muss es heißen: Postbank Finanzcenter, denn der Wind hat sich gedreht. Früher zahle man bei der Post Geld auf sein Konto ein, heute kann man bei der Postbank Briefmarken kaufen*. Bis vor einiger Zeit traute die Post(bank?) den Kunden noch zu, selber Warteschlangen zu bilden, heute muss man an einem Automaten eine Nummer ziehen, die dann in naher Zukunft zusammen mit einer Schalternummer auf einem Bildschirm erscheint. Übrigens wird den Kunden nicht nur die Fähigkeit abgesprochen, Schlangen zu bilden, sondern auch die Fähigkeit, Nümmerchen an einem Automaten zu ziehen, der nur über einen einzigen Knopf verfügt: Neben dem Automaten stand eine Mitarbeiterin, die den Knopf bediente.
Auf dem Nummernzettel ist neben der Wartenummer und umseitiger Werbung auch Datum, Uhrzeit und die Anzahl aktuell wartender Kunden vermerkt: 52, als ich den Zettel zog. Eine Zahl ist erst einmal nur eine Zahl, aber mangels Schlangenbildung und fehlender Sitzgelegenheiten verteilten sich die Wartenden recht homogen im gesamten freien Bereich der Postbank-Filiale. Dank Proxemik zwischen fremden Menschen kann man sich rasch ausmalen, wieviel Platz 52 Menschen einnehmen. Richtig. Der Raum war quasi voll. Das ist das Gute an Warteschlangen: Sie sind platzökonomisch, weil man sich daran gewöhnt hat, in Warteschlangen relativ eng zu stehen, oder im Wartezimmer eines Arztes relativ eng zu sitzen, wogegen man ansonsten eine adäquate Entfernung zu anderen Wartenden pflegt.
Und jetzt kommt die große Überraschung: Während ich also zusammen mit den anderen 52 Menschen wartete, verschloss ein Mitarbeiter mit Glastürelementen den Eingangsbereich und fungierte anschließend als Türsteher. Man muss nicht Lassi heißen, um an dieser Stelle bemerkt zu haben, dass sich bei über vier Duzend wartenden Kunden zwei Mitarbeiter (von ca. zehn) damit beschäftigen, keine Kunden mehr reinzulassen bzw. Wartemärkchen zu verteilen.
Liebe Post(bank), ich fasse mich mit meiner Meinung über Deine Kundenorientierung kurz. Ich glaube, du hast Dich vergaloppiert.
*Apropos kaufen: nun heißt es nicht mehr Post, sondern Postbank, aber nun gibt es auch wieder Angebote von T-Com (oder heißt es wieder Telekom) zu kaufen. Und Öko-Strom auch. Und Glücksspiele von Faber. Und Kaffeeprodukte für die Wartenden und… Ja spinnen die denn? Ich habe mich ja gut dran gewöhnt, dass es in dem Laden, wo man ab und an Fahrräder oder Laptops kaufen kann, auch ganzjährig Kaffee bekommt, aber muss ich denn in der Postbank auch Glücksspiele kaufen können?
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Möglichst Frohes Fest!
Liebe Leute,
ich ahne nun, warum das „Fest der Liebe“ in die Fünfte Jahreszeit fällt: Manchmal geht es närrisch zu in der Liebe. Oder was meint Ihr?
In wenigen Stunden werde ich mich über die Feiertage verabschieden und wünsche Euch viel Spaß, besinnliche Stunden und ein leckeres Weihnachtsessen.
Viele Grüße aus Aachen/Kempen
Jörg -
Schöner Tag
Heute war eigentlich ein durchweg schöner Tag. Das muss ab und zu nicht nur gedacht, sondern auch geschrieben werden.
Eine der ersten Freuden war ein Schild an der Bäckerei, die mir als Lieferant meines Frühstücks diente. Dieses Schild war eine Suchanzeige nach einer Putzfrau. Aber auf diesem Schild war nicht von Raumpflegerin, Cleaning Assistance oder anderen schmückenden Wörtern die Rede. „Reinemachefrau gesucht.“ Wie schön die deutsche Sprache doch sein kann.
Zwei der anderen guten Momente war ein längerer E-Mail-Verkehr mit einer jungen Dame, die als zweiten Namen „Power“ verdient hätte und die mir stets schöne Laune bereitet. Ihr Motto: „Das Leben ist schön.“ Das kann man sich jeden Tag nach dem Aufstehen sagen und auch mal zwischendurch, wenn es einen kleinen Rückschlag gibt.
Außerdem führte ich ein längeres Telefon mit einem mir dahin noch unbekannten Menschen aus Wetter an der Ruhr. Anregend, produktiv, ausgeglichen, ganzheitlich war es. Sein Sinnspruch:
Bringt mich das, was ich jetzt gerade tue wirklich meinen Zielen näher?
Vielleicht nicht ganz neu, dennoch ein guter Satz. Zumindest für mich aktuell.
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Rauchen und sprechen
Seit einigen Wochen ist das Rauchen in Zügen der Bahn in Deutschland grundsätzlich verboten. Somit werden auch Raucherabteile obsolet und daher derzeit gereinigt und neu beschriftet.
Mein Vorschlag: Anstatt die Abteile zu vereinheitlichen, könnte man doch die Unterscheidung nicht mehr zwischen Raucher und Nichtraucher machen, sondern zwischen Sprecher und Nichtsprecher.
Ich würde – da ich in letzter Zeit die Bahn als prima Ort zum konzentrierten Schreiben entdeckt habe – sicherlich immer das Nichtsprecher-Abteil wählen und mir damit Gespräche ersparen, wie sie im Moment hinter mir erzeugt werden. Da ist von „scheißpolnischer Musik“ und „ich tanz nur mit Dir, wenn Du nicht wieder so besoffen bist“ die Rede. Und das in einer Lautstärke, dass ich mir Ohrenlider wünsche, die ich zusammenkneifen könnte.
Einmal Nichtsprecher-Abteil bitte!
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Jürgens Kaffee kostet über 30 €
Manchmal kaufe ich mir nachmittags Brötchen in meiner Lieblingsbäckerei. Dort, wo das Brot noch nach Brot und die Backwarenfachverkäuferin noch nach selbiger aussiehst. Diese Bäckerei ist nicht eine, wo der Filialleiter oder schlecht ausgebildete Menschen polnische Halbfertigware im filialeigenen Ofen fertigen und günstig an SB-Willige verramschen. In dieser Bäckerei schmeckt man förmlich das frühe Aufstehen des Bäckers und wenn die freundliche Verkäuferin einem den Kaufpreis zuträllert, ist der Tag eh schon gerettet.
Aber diesmal soll es gar nicht um Backwaren gehen, sondern Sportwagen.
Als ich heute eben in jene Bäckerei kam, stand ein erboster Mittwünfziger mit meliertem Minipli in der Tür. Da war dann rasch von Geldschneiderei, Unverschämtheit und Co. die Rede. Warum? Weil eine dralle Politesse ihm (Jürgen) grade ein Knöllchen an seinen Mercedes gepinnt hatte. Bis hierhin hatte er noch meine Sympathie. Dies wandte sich aber schnell, als ich hörte, dass er der Vollidiot war, der mit seinem schwarzen SLK in zweiter Reihe stand. In zweiter Reihe im Kreuzungsbereich! In DEM Kreuzungsbereich, wo ich immer zur Bäckerei abbiege und mich OFT über eben diesen SLK-Fahre ärgere, der dort unnötigerweise in zweiter Reihe steht, obwohl rund um ihn herum mehr als ausreichend viele Parkplätze sind. Und nun erfuhr ich unfreiwillig, dass Jürgen nicht etwa deshalb in zweiter Reihe parkte, weil er seine schwerbehinderte Mutter zur Krankengymnastik abholte, sondern weil er einen schnöden Kaffee trinken wollte. Sympathie aus.
So kostete Jürgen sein Kaffee heute über 30 €.
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Von toten Pferden und Dakota-Indianern
Aus gegebenem Anlass recycle ich an dieser Stelle die „Weisheit der Dakota-Indianer“.
Eine Weisheit der Dakota-Indianer sagt:
„Wenn Du entdeckst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig ab.“
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Alt und neu
Ab wann werden wir eigentlich nicht mehr die „Neuen Bundesländer“ sagen, wenn wir den Teil Deutschlands meinen, der früher einmal die DDR bildete?
Mir fällt es schwer, Dinge als neu zu bezeichnen, die schon so viele Jahre nicht mehr neu sind. Wenn schon, dann müssten es doch die „Neueren Bundesländer“ sein.
