Prag im Dezember

„Prag lässt nicht los. Dieses Mütterchen hat Krallen. Da muss man sich fügen. An zwei Seiten müssten wir es anzünden, am Vysehrad und am Hradschin, dann wäre es möglich, dass wir loskommen.”
Franz Kafka (1883-1924)

Prag hätte uns nicht mehr Gefallen tun können. Am Flughafen angekommen, umtanzten uns die ersten Schneeflöckchen. Die goldene Stadt an der Moldau ist unter leichtem Zuckerguss noch viel schöner, als sie es ohnehin schon ist. Und nicht nur schön ist sie, sondern auch unterhaltsam. Jürgens Geburtstagsabend dauerte von 22-06 Uhr und war doch nicht länger als ein mittlerer Spielfilm.

Diese Stunden verteilten wir zu nahezu gleichen Teilen auf folgende drei, sehr empfehlenswerte Orte:
1. Pizzaria Roma Due (Liliova 18) an der Karlsbrücke (Danke für den guten Service, Jarka!)
2. Discothek Karlovy Lazne an der Moldau
3. Club MMC Universe hinter dem Nationaltheater

Nach der kurzen Nacht, die wir im hübschen, aber verkehrsmäßig ungünstig gelegenen Hotel Marit (Capkova 4) verbrachten, erkundeten wir noch ein bißchen die Stadt und aßen sehr gut im etwas versteckten und dadurch touristisch noch nicht allzu vergewaltigten Restaurant zum Frühstück/Mittag. Als krönenden Abschluss gab es noch eine Tasse Kaffee und ein Stück obligatorischen Apfelkuchen im Café Slavia.

Und jetzt wissen wir’s: Gewisse Gruppengrößen entwickeln eigene Dynamiken, in Prag gibt es auch Glühwein, in der S-Bahn hält man ganz generell besser den Mund.

Djekuji a libam te, Praha.


Nachtrag – unabhängig von Prag:
Die gesamte Besatzung einer EasyJet-Maschine ist bestimmt nüchtern und völlig bei Sinnen, macht jedoch einen ganz anderen Eindruck. – Wer in Zügen ohne Not die Notbremse zieht, ist schon sehr grenzwertig. Wer ohne Not die Notbremse direkt ein zweites Mal zieht, hat es ganz sicher menthal schon ziemlich hinter sich (Ja, genau Sie, Herr H. W. Hoffmann aus Schmitt.)

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