Radverkehrsanteil Aachen

Nach der Critical Mass am Freitagabend kam ich mit einem ADFC-Mitglied ins Gespräch. Der Herr gab mir Feedback zu meinem Blogbeitrag über meine Meinung zu Unfallstatistiken und Radschutzstreifen, was mich sehr freute. In manchen Punkten gab er mir Recht, in anderen wiederum nicht. In einem Punkt war ich sehr von seinen Aussagen überrascht, da ich sie in dieser Klarheit nicht erwartet hätte. Er sagte, dass Radschutzstreifen Kinder und alte Menschen eher vom Radfahren abhalten und nur was für – wie er es nannte und sich selbst dazuzählte – „Kampfradler“ ist. Bei Kindern würde er eigentlich dazu raten, erst mit 12 Jahren im städtischen Verkehr radzufahren und sich vorher nur auf Nebenstrecken zu beschränken. Insgesamt war er sich sehr sicher, dass die Stadt Aachen das gesteckte Ziel, den Radverkehrsanteil bis 2020 auf 20% ungefähr zu verdoppeln mit den aktuellen Maßnahmen nicht erreichen wird.

Über die Klarheit seines Standpunkts war ich erstaunt. Die Prognose, dass Aachen mit den aktuellen Maßnahmen die gesteckten Ziele nicht erreichen wird, hat mich enttäuscht.

So erhebt man den Radverkehrsanteil
Interessant war auch die Erklärung, wie man den Radverkehrsanteil erhebt. Hier geht es nicht um die zurückgelegte Strecke oder eine Messung an verschiedenen, repäsentativen Punkten in der Stadt, sondern schlicht nach der Anzahl der zurückgelegten Wege unabhängig von ihrer Dauer oder Länge. Das erklärt vermutlich auch, dass meine Wahrnehmung nicht mit der Statistik übereinstimmt. Ich las etwas von einem Aachener Radverkehrsanteil von 11%; daraufhin versuchte ich im Verkehr abzuzählen, ob auf zehn Autos ein Radfahrer kommt. Diesen Wert erreichte ich nie.
Google konnte mir nicht weiterhelfen. Ich freue mich über einen Kommentar oder eine Nachricht, wenn jemand weitere Informationen zur Erhebung des Radverkehrsanteils hat.

Ein Gedanke zu „Radverkehrsanteil Aachen“

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