Kategorie: Allgemein

  • Liebes Tagebuch…

    …ja, Du hast Recht: ich habe Dich vernachlässigt. Es tut mir leid. Ich gelobe Besserung. Das ich nichts schrieb bedeutet nicht, dass nichts passiert wäre, was einen Eintrag rechtfertigte. Vielmehr war es genau andersherum: es passierte soviel, dass ich gedanklich gar nicht hinterherkam. Und zeitlich ebenfalls nicht.

    Die wesentlichen Punkte in Kürze:

    • Gelernt am 03.03.2006: Bei Jeopardy wurden Antworten gestellt und man musste passende Fragen dazu finden. Adaption für mich: wenn ich gewisse Antworten nicht hören will, sollte ich zugehörige Fragen auch direkt seinlassen. Wer nicht fragt bleibt dumm, aber manchmal glücklicher. (Grüße an Olaf: „Isch bin primitiv, aber glücklich.“)
    • Gelernt am 27.02.2006: Meine zeitweise Aversion gegen Karneval wurde nicht durchgängig, aber zumindest punktuell bestätigt. „Wer hat mir denn die Rose auf den Hintern tätowiert“ kann ich mir gerne anhören, ohne auszuflippen. Aber nach dem achten Mal in ohrenbetäubender Lautstärke ist meine Meinung auch unter der massiven Dreingabe von Alkohol nicht mehr rosa.<br
    • Gelernt am 23.02.2006: Auf Flügen, für die man mehr bezahlt, als der bundesdeutsche Durchschnittshaushalt im Monat übrig hat, erwartet man zumindest ein kostenloses Getränk. Wenn die Cola dann aber 2,50 € kostet und die Sitzabstände kürzer als meine Oberschenkelknochen sind, wirds mir und werde ich ungemütlich. Don’t fly Iberia.
  • Glücklich sein, fühlen, machen


    Was muss man sein, haben oder tun, um glücklich zu sein?
    Was muss man sein, haben oder tun, um sich glücklich zu fühlen?
    Was muss man sein, haben oder tun, um andere glücklich zu machen?

    Nicht für einen Augenblick, sondern für länger? Oder immer?

    Bitte Fee, die du drei Wünsche gewährst, komm auf einen Kaffee vorbei. Dann hätte ich noch zwei frei.

  • Nahrungsmittelerkrankungen

    Vermutlich würde es uns überhaupt nicht interessieren, dass die Vögel hustend das Bett hüten müssten, wenn wir Vögel nicht auch essen würden – sprich: sie ein Nahrungsmittel für uns sind.

    Nach Rinderwahnsinn und Schweinepest ist nun das ernährungstechnische Ausweichtier der westlichen Welt an der Reihe: das Huhn bzw. die Pute. Was wird wohl in zwei Jahren sein? Welche Krankheit welcher Tiergattung wird dann medial aufgeblasen? Im Angebot wären: Fischherpes, Insektengonorrhoe…

    Vielleicht wird ja die Nahrungsgrundlage für Vegetarier ob der medialen Ungerechtigkeit auch irgendwann kreativ und denkt sich hippe Zipperlein aus, die auch mal ein schlappes Brokkoli zu RTL Explosiv bringen.

  • Ein Samstag mit Sahar, Hemden, Design und Rapantel.

    Ganz schön lange so ein Samstag, den man nicht halb verschläft, sondern nach dem Aufstehen mehr oder weniger schnurstracks Dinge abhaken möchte.
    Nachdem ich meiner Liebslingsfriseurin Sahar eine Kurzhaarfrisur abringen konnte und sie sich dabei unglaublich viel Zeit lies (was nicht so schlimm ist), wuselte ich ein wenig durch die Stadt und wünschte mir einen Gleichstellungsbeauftragten an meine Seite. Die Ladengestaltung eines gemischtgeschlechtlichen S.Oliver-Ladens kann männerfeindlicher kaum sein. Nichtsdestotrotz habe ich noch neue Hemden gefunden. Nicht bei S.Oliver, aber trotzdem gut. (mehr …)

  • Bonusrunde


    Bonusrunde: Da bekommt das Wort eine ganz andere Bedeutung.

  • Tschechische Sprichwörter

    Gesammelte Sprichwörter aus meinem Liebslingsland in loser Reihenfolge:

    Eine Gewohnheit ist ein eisernes Hemd.

    Wer den Tag mit Lachen beginnt, hat ihn gleich gewonnen.

    Mit jeder neu gelernten Sprache erwirbst du eine neue Seele.

    Bez práce nejsou koláče.
    Ohne Arbeit keine Kuchen.

    Strahlende Augen erblicken eine strahlende Welt.

    Sag die Wahrheit, aber du musst wissen, wie Du entkommen kannst.

    Schön ist, was tschechisch ist.

    Gesundheit kommt vom Herzen, Krankheit führt zum Herzen.

    Regen in der Frühe und die Tränen einer Frau gehen bald vorüber.

    Dem Schiffsmann hilft Gott, aber rudern muss er selber.

    Wenn eine Frau pfeift, zittern sieben Kirchen.

    Was der Schotte wegwirft, hebt der Holländer auf.

    Wo eine Brauerei steht, braucht man keinen Bäcker.

    Co Mûzes udelat dnes, odloz na pozitri a dnes a zitra budes mit volno.
    Was du heute nicht besorgen musst, das verschiebe auf morgen, so gewinnst du einen freien Tag.

    Geduld bringt Rosen.

    Kolik jazyků mluvíš, tolikrát jsi človĕk.
    Du hast so viele Leben, wie du Sprachen sprichst.

    Co Cech, to muzikant.
    Jeder Tscheche – ein Musikant.

    Kde se pivo vari, tam se dobre dari!
    Wo man Bier braut, da lässt sich´s gut leben!

    Update am 15.05.2008

    Do třetice všeho dobrého
    Man hat drei Versuche, etwas zu erreichen.

    Každý svého štěstí strůjcem
    Jeder ist selbst für sein Glück verantwortlich.

    Kdo dřív přijde, ten dřív mele
    Es kann derjenige anfangen etwas zu tun, der zuerst da gewesen ist.

    Lepší vrabec v hrsti nežli holub na střeše
    Es ist besser, sich mit dem zu begnügen was man hat, als nach etwas möglicherweise Unerreichbarem zu streben.

    Všechny cesty vedou do Říma
    Alle Wege führen nach Rom.

    Malé ryby také ryby.
    Kleine Fische sind auch Fische.

    Boží mlýny melou pomalu, ale jistě.
    Gottesmühlen mahlen langsam, aber sicher.

    Čistota půl zdraví.
    Sauberkeit macht die Hälfte der Gesundheit aus.

    Host a ryba třetí den smrdí. 
    Gast und Fisch stinken am dritten Tag.

    Jak kdo zaseje, tak také sklidí. 
    Wie man sät, so wird man ernten.

    Kovářovic kobyla chodí bosa. 
    Das Pferd des Schmieds läuft ohne Hufeisen.

    Pivo dělá hezká těla 
    Bier macht schöne Körper.

    Kdo je moc zvědavý, bude brzy starý. 
    Wer zu neugierig ist, wird schneller alt.

    Dvakrát měř, jednou řež. 
    Messe zweimal, bevor du einmal sägst.

  • Weeks

    Some weeks rock,
    some weeks don’t.

    This week did not.

    What about next week, god?

  • Sommer vorm Balkon


    Ein Sommer in Berlin. Zwei Freundinnen mit jeweils unterschiedlich verkorksten Leben wohnen in einem Haus und verbringen so manche alkoholisierte Sommernacht auf dem Balkon. Katrin (40 – NEIN – 39einhalb) ist arbeitslose Mutter auf der verzweifelten Suche nach einem Job als Schauwerbegestalterin. Die blonde Nike ist Altenpflegerin, die konsequent knappe Unterwäsche unter noch knappere Überwasche zieht und die Kamera dies geschickt aufzuschnappen weiß. Nike verliebt sich in Ronald – nein besser: sie zerrt ihn in ihr leben, bis sie merkt, dass der schlacksige Fernfahrer doch nur ein Trottel wie jeder andere ist.

    Parallel zum Hauptplot vollzieht Katrins vorpubertärer Sohn Max die schmerzlichen Erfahrungen, dass es sich nicht lohnt, sich für Frauen den Arsch (in seinen Fällen: die Füße) aufzureißen und Nichtraucher zu sein.

    Der wirklich gute Soundtrack unterteilt sich in ruhige Untermalung von Pascal Comelade und unterschiedlich kitschigen und deshalb sehr passenden Schlagern von Costa Cordalis, Vicky Leandros, Nana Mouskouri und Kollegen.

    Insgesamt war der Film keine Sensation. Eher eine plätschernde Erzählung zweier nur bedingt interessanter Leben mit einem hauch Berliner Schnoddrigkeit. Wenn man grade ganz viel Zeit hat, kann man sich den Film anschauen, ansonsten ist es wohl ähnlich unterhaltsam, einen Kirschstreusel zu backen.

    Sommer vorm Balkon-Homepage – Soundtrack (Doppel-CD) – Das Buch von Thomas Kohlhaase

  • Flache Waffen

    Telefonflatrates sind die Pest der Neuzeit. In den Händen von Frauen bedeuten Sie Macht der Vernichtung. Vernichtung von männlichen Ruhestunden, Freizeit, Produktivität. Sie sind ein volkswirtschaftlicher Knebel und die eigentliche Wurzel des Übels unserer konjunkturellen Stagnation. Sie sind eine matriarchal-mediale Massenvernichtungswaffe.

    In den Händen von Männern sind Telefonflatrates aber meist nur eins: rausgeschmissenes Geld.

    Dieser Beitrag ist jedoch nur blanke Spekulation.

  • Zurück in Aachen

    Nur kurz: ich bin wieder gut in Aachen eingetrudelt. Die Tage in Neuenburg waren sehr intensiv. Definitiv die besten Momente seit Langem! Danke, Leute!

    Später mehr.


    Update:
    Fotos der Tage gibt es hier: www.flickr.com/photos/joergalbrecht/sets/554142/
    Bilder vom Haus hier: www.haupt-friesland.homepage.t-online.de/troll/
    Homepage der Disco in Zetel hier: www.mark4.de