Schlagwort: Nerd

  • Jenseits von Disney: Persepolis

    Kinofilm: Persepolis

    Gestern war ich im urigen Kleinkino „Souterrain“ in Düsseldorf im neuen Kinofilm „Persepolis„. Ich war begeistert und bewegt! Ein absolut toller Animationsfilm.

  • Keinohrhasen

    Keinohrhasen – der neue Film von und mit Til Schweiger überzeugt. Als Liebeskomödie ohne besonderem Firlefanz zwar, aber mit viel charmanten und vielen lustigen Stellen.

    Das besondere Highlight in dem Film ist jedoch ohne wenn und aber die bezaubernde Nora Tschirner, die auch mit der hässlichsten Brille noch eine wunderbare Frau ist. Schön, dass sie im Film soviel Raum einnimmt.

    Schade: Jürgen Vogel kommt viel zu wenig vor.

  • Postkarten waren früher

    Früher schrieb man Postkarten aus dem Urlaub. Je exotischer das Reiseziel, desto eher war man als Verreisender vor seinen eigenen Postkarten wieder im Heimatland. In den Postkarten stand dann meist wenig mehr als „Viele Grüße aus…“ und „Essen gut, Wetter super“ und so weiter.

    Heute geht das auch anders: Grade erreichte mich eine SMS aus Marokko.  „Sitzen hier N31*37.521` W07*59.94` und trinken Kaffee Cassé. Marrakesch ist unglaublich! Gruß Natalie & Thomas.“

    Und schwups. Koordinaten in GoogleMaps eingegeben, Marrakesch-Fotos bei flickr angeschaut, Wikipedia Frankreich gefragt, was Kaffee Cassé ist, die mir unverständliche Antwort mit Babelfish übersetzt und rasch noch einen Gruß ins Gästebuch von Natalie und Thomas eingetragen.

    Ich fühle mich grade arg modern. 😉

  • Gut gegen Nordwind

    Am Dienstag war ich im Ludwig-Forum bei einer Lesung von Daniel Glattauer, den ich bis dato gar nicht kannte. Autor. Österreicher. Und zudem jemand mit meinem Hemdengeschmack. Also nicht so Bürokonsenshemden, sondern die Hemden, wo jeder drauf sagt „Ach, ich erinnere mich: so eine Tapete hatte meine Oma auch mal.“ Er las aus seinem Buch „Gut gegen Nordwind“. Genaugenommen las er nur die Hälfte, weil er in verteilten Rollen las. Er den Mann. Sie die Frau. Sie war jedoch nicht körperlich, sondern nur in Form eines MP3-Players anwesend, den er an und ausschaltete und sich seine Sprechpausen mit den Playerpausen abwechselten.

    Das Buch besteht aus einem E-Mail-Dialog. Von vorne bis hinten nichts als E-Mails zwischen zwei Menschen, die aus Versehen aneinander geraten, sich spielerisch füreinander interessieren beginnen und sich verlieben, ohne sich zu kennen. Einen E-Mail-Dialog zu lesen klingt zwar zunächst langweilig. Das ist es jedoch ganz und gar nicht. Das Buch macht großen Spaß, fesselt und man ist auf jede nächste E-Mail gespannt. Zudem ist es ein Buch, an dem klar wird, dass E-Mails nicht unromantisch sein müssen. Glattauer sagte nach der Lesung auf eine Frage, dass wirkliche Romantik doch aus dem ehrlichen und tiefgehenden Interesse zweier Menschen füreinander entstünde und aus nichts sonst. Ein E-Mail-Dialog, der zeigt, wie sehr man im Kopf beeinander ist, wäre doch viel romantischer als ein angetrunkener Diskobesuch, bei dem man sich mit der Nächstbesten über das Wetter unterhält. Eine schöne Sichtweise.

    Kurzum: es hat mir sehr gut gefallen. Noch schöner war der Abend, weil Stephie endlich wieder aus dem Ausland zurück ist und mich begleitete. Nein falsch: ich begleitete sie, denn sie hatte die großartige Idee für diesen Abend. Danke dafür!

  • Lissi und der milde Kaiser

    Michael Bully Herbig wird derzeit durch die deutsche Fernsehlandschaft gereicht, um seinen Film „Lissi und der wilde Kaiser“ zu promoten. Gerne wird der Film dabei als Meisterwerk und international konkurrenzfähig dargestellt.

    Heute war ich mit einer nicht allzu hohen Vorerwartung mit David im renovierten Eden Palast, um uns selber ein Bild vom Film zu machen.

    Fazit: enttäuschend. Maue Story, absehbarer Humor, teilweise Comic-Slapstick, dafür aber für eine deutsche Produktion eine erstaunlich gute Animationsleistung. Jedoch letztendlich mit Disney und Pixar noch nicht in einer Liga. Kurzum: warten, bis es den Film auf DVD in der Videothek gibt. Man muss ihn sicht keinesfalls im Kino ansehen.

    Update: Ich habe vergessen, eine Figur zu erwähnen, die wirklich komisch ist: Ignaz. Da Ignaz aber leider keine der Hauptfiguren ist, bekommt man ihn nur selten zu Gesicht bzw. was im Falle von Iganz entscheidender wäre: zu Gehör. Denn Iganz besticht dadurch, dass er absolut unverständlich vor sich hinbrabbelt, dabei aber überzeugend bayerisch wirkt.

  • Tröpfchens Weltreise

    Bald im Handel bzw. auch jetzt schon bei Amazon:

    Ein Buch geschrieben von Sabine Salz, illustriert von Kindern zwischen 3 und 14 Jahren und gesetzt von mir.

  • Vorsicht bei Verlinkung von unerlaubten Angeboten

    Nicht zuletzt durch den Google PageRank™ ist das systematische Verlinken von bestimmten Internetseiten wichtiger geworden. Dadurch, dass Google viele Links auf eine Webseite positiv bewertet und letztendlich den begehrten PageRank™ erhöht, werden nun nicht mehr nur für den Menschen interessante Seiten verlinkt, sondern auch Seiten, denen mittels des Links eine bessere Suchmaschinenposition zuteil kommen werden soll.

    Gegen diese Art von Hyperlinks ist generell aus juristischer Sicht nichts einzuwenden. Jedoch ist die Verlinkung von juristisch nicht einwandfreien Webseiten nicht zu empfehlen. Als konkretes Beispiel ist die Verlinkung von Online-Glücksspielen (Casinos, Poker, etc.) zu nennen. Glücksspiel ist in Deutschland ein staatliches Monopol. Nicht autorisierte Glücksspiele stellen laut §284 StGB eine Straftat dar, die neben einer Geldstrafe auch mit einer bis zu 5-jährigen Freiheitsstrafe zu ahnden ist. Jedoch ist nicht nur das Angebot bzw. die Durchführung eines unautorisierten Glücksspiels strafbar, sondern auch die Werbung dafür.

    Hier genau liegt die Gefahr: Verlinkt ein deutscher Homepagebetreiber ein (meist im Ausland ansässiges) Online-Casino, verstößt er gegen §284 Abs. 4 und macht sich damit strafbar. Ob der Homepagebetreiber sich über diese rechtliche Situation im Klaren ist oder nicht, stellt dabei für das Vorliegen einer strafbaren Handlung keinen Unterschied dar. Selbst, wenn diese Straftat nicht zu einem Gerichtsverfahren führt, genügt eine Abmahnung samt Unterlassungserklärung, um einen spürbaren finanziellen Schaden zu erleiden.

    Mich wies kürzlich ein englischer Online-Vermarkter in einer E-Mail-Diskussion darauf hin, dass das zu bewerbende Casino (mit Sitz in Süd-Afrika) eine angebliche Lizenz einer maltesischen Behörde hätte und dass damit das Verlinken in Deutschland rechtlich völlig sauber wäre. Nachtigall, ik hör Dir trapsen…

    Auch ohne Jura-Studium halte ich es nicht für gegeben, dass eine Lizenz aus Malta über den Umweg des Europäischen Rechts ein Online-Casino für den Deutschen Markt legitimiert. Staatsrecht vor Europarecht. Ich schätze, dass der Betreiber des Casinos und/oder der Online-Vermarkter auf die Unwissenheit der Homepagebetreiber setzt und die Verlinkenden ins juristische Messer laufen lässt. Es ist zu überlegen, ob dies nicht als Anstiftung zur Vollziehung einer Straftat zu werten ist. Vielleicht sitzen gerade diese Online-Vermarkter auch deshalb nicht in Deutschland, um sie selbst juristisch schwerer belangbar zu machen.

    Fazit: Finger weg von solchen Verlinkungs-Angeboten! Das macht potenziell mehr Ärger, als es evtl. Nutzen stiften könnte. Die einzukalkulierenden juristischen Folgen lassen sich mit der üblichen kleinen Aufwandsentschädigung für das Setzen des Links nicht rechtfertigen.

  • Singing Infografik

    Wunderbares Musikvideo von Röyksopp bestehend aus animierten Infografiken.

  • Skuriler Webhumor: Girls and Corps

    Dass das Web seltsame Blüten treibt, ist ja kein Geheimnis. Nicht zuletzt Bonsaikitten war ein Hoax, der zweifeln lies, ob man über die realistische Umsetzung empört oder druch den dreisten Humor unterhalten sein sollte. Kürzlich fand ich etwas, was mich noch mehr in Staunen versetzte: Girls and Corps – ein Magazin zwischen Maxim und Nekrophilie. Auch wenn es wieder ein Hoax ist, wie Bonsaikitten, bin ich doch erstaunt, mit welch professionellem Antrieb und welcher kreativen Mühe diese skurille und zweifelsohne auch geschmacklose Seite umgesetzt wurde. Es ist schon interessant, was im prüden Amerika so alles möglich und was unmöglich ist.

    Wer keine starken Nerven hat und keinen unerschütterlichen Humor, sollte sich die Webseite nicht näher anschauen und darum nicht auf das folgende Coverfoto klicken.

  • Tabori, Mühe

    Gestern starb 93jährig George Tabori und heute erfährt man im Radio, dass bereits am Sonntag Ulrich Mühe, der wunderbare Hauptdarsteller aus „Das Leben der Anderen“ starb. Viel zu früh an Krebs.

    Macht’s gut, Jungs!